Cairns
8 Februar, 2009
Ich muss euch noch unbedingt von unserem Trip nach Cairns berichten. Dabei hat es sich sozusagen um mein mir selbst gemachtes vorgezogenes Geburtstagsgeschenk gehandelt. Am 26.Januar feiert Australia seinen Day, die Landung der ersten Flotte und den Beginn der Besiedlung Australiens. Die ersten Siedler waren in der Mehrzahl Verbrecher, die die Briten mit 11 Schiffen nach Australien exportierten.
Je nach Blickwinkel kann man diesen Tag, an dem es standesgemäß Feste und Feuerwerk gibt, auch als Invasionstag betrachten, da für die indigenen Australier der weniger schöne Teil der Geschichte begonnen hat. Der praktische am Australia Day ist, dass er ein Feiertag ist, und wenn dieser auf den Samstag oder Sonntag fällt ist der Montag automatisch auch frei.
Wir haben uns dann den Freitag noch dazu freigenommen und sind noch bevor die ersten Busse fahren mit dem Taxi zum Flughafen in Brisbane gefahren. Jetstar hat uns dann innerhalb von knappen 2 Stunden nach Cairns geflogen. Dort haben wir dann einen Mietwagen gemietet. Was soll man auch sonst mit einem Mietwagen machen. Wir sind in diesem Fall übrigens meine 4 deutschen Kollegen an der Uni und ich. Der Plan für die nächsten Tage war zuerst nach Cape Tribulation, Port Douglas und dort ab in den Regenwald, gefolgt von einem Tag auf, am und um das Great Barrier Reef herum sowie den letzten Tag in Cairns.
Cairns ist nördlich von Brisbane die größte Stadt an der Ostküste, aber mit seinen 114.000
Einwohnern eigentlich ein verschlafenes Nest. Der Club in dem am meisten „geht“ in der Stadt ist dann auch gleich ein Backpacker-Hotel. Aber nun der Reihe nach.
Zuerst hatten wir eine sehr schöne Regenwaldwanderung, die wir, wie es sich für gute Touristen gehört, oben ohne, in Bade-Shorts und mit Flip-Flops bestritten haben.
Der Lonely Planet hatte uns verraten, dass man zwischen Port Douglas und Cape Tribulation nämlich in einem Regenwald-Fluss schwimmen kann. Passender weiße hat der Regenwald seinem Namen dann auch alle Ehre gemacht und es hat ordentlich geregnet. Ein wunderschöner warmer tropischer Regen. Da hat sich unsere Kleidung als sehr zweckmäßig herausgestellt.
Übernachtet haben wir am ersten Tag auf einem Campingplatz, den wir beinahe für uns alleine hatten. Von Regenwald umgeben, war es eigentlich ein sehr lauschiger Ort, allerdings gab es unzählige Moskitos. Zum Glück hatten wir zwei Kartons Toohey’s New dabei, die wir dort im Kühlschrank von tropischen Temperaturen auf Trinktemperatur kühlen konnten.
Ich muss hier kurz anmerken, dass ich anfänglich nicht so sehr begeistert war vom hiesigen Bier. Ich glaube das geht beinahe jedem Deutschen so. Aber mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich das Toohey’s doch etwas vermissen werde.
Wir haben uns auf jeden Fall am nächsten Tag nochmal etwas Regenwald, diesmal bei Sonnenschein angeschaut, sowie die Strände nördlich von Cairns. Die sind mit ihren Palmen und dem direkt ans Meer grenzenden Regenwald traumhaft schön. Nur sollte man dort nicht so ohne weiteres baden, da es im Wasser von Quallen wimmelt. Da aber selbst der Bodensee größere Wellen hat, als der Pazifik an der Stelle und das Wasser mit Badewannentemperatur kaum Erfrischung bedeutet,
haben wir gerne einen kühlen Regenwald-Fluss/Bach dem Meer vorgezogen. Das Warnschild vor den Krokodilen haben wir halt mal unbeachtet gelassen.
Den zweiten Tag haben wir mit Wake-Boarden abgeschlossen. Also Wasserski nur mit einem Brett. Das hat super Spaß gemacht und war auch mindestend genauso anstrengend.
Erschlagen vom Tag und dem Wissen, dass wir am nächsten morgen den ganzen Tag schnorcheln würden, haben wir uns dann nach einem Arschbomben-Wettbewerb im Hostel-Pool recht bald ins Bett gelegt.
Am Sonntag haben wir uns dann ganz früh zum Hafen begeben und sind mit einem Boot raus zum Reef gefahren.
Dort haben wir uns dann auf die Suche nach Nemo und seinen Freunden gemacht. War eine sehr schöne Tour, die leider viel zu schnell umging. Man hat wirklich die Zeit Unterwasse vergessen.
Peter war sogar tauchen. Habe mal wieder gemerkt, dass ich wohl zu den wenigen Menschen gehöre die keinen Druckausgleich hinbekommen. Bei mir drückt es die Luft da immer an den Augen raus, bevor es irgendwie anfängt zu knacken.
Dem letzten Abend haben wir dann in nochmal in Cairns verbracht, wo wir unseren Trip gebührend in einem Club gefeiert haben. Der ein oder andere hatte dann am nächsten Tag noch etwas mit den Nachwehen zu kämpfen.
Von vorne bis hinten war es ein wunderschöner Trip, der mit einem schönen Abendflug zurück nach Brisbane abgerundet wurde.
Tankstellen und andere Retter
17 Januar, 2009
Ich wünsche allen ein glückliches Neues Jahr!!! (ich weiß etwas verspätet, ich hatte eine kurzfristige aber intensive Schreibhemmung)
Vielen Dank für all die Weihnachts- und Neujahrspost und -emails die mich erreicht haben. Seit vorletzten Donnerstag bin ich nun wieder allein in Brisbane und Helen ist am vorletzten Freitag in Stuttgart wohlbehalten angekommen, nachdem sie einen kleinen Zwischenstopp in Seoul eingelegt hatte. Ich versuche nun nach 3 Wochen Weihnachtsferien wieder in die Arbeit rein zu finden.

Sommer - Sonne - Sonnenschein
Unser Trip entlang der Ostküste war wunderschön und sehr erlebnisreich. Leider ist die Zeit, die ich mit Helen hatte, viel zu schnell vorbeigestrichen. Wir haben viel gesehen und erlebt. Ein paar Eindrücke versuche ich nun mal zu Papier zu bringen:

Unsere Route
Unser 3600 km langer Trip führte uns zunächst nach Norden. Mit dem Wicked, der brav alles mitgemacht hat, haben wir die Freiheit genossen, quasi überall schlafen zu können. So haben wir von Campingplätzen über Autobahnparkplätze bis hin zum Wildcampen direkt am Meer oder in den Bergen alles einmal ausprobiert.
Auf unserer ToDo-Liste standen Paragliden, 4WD-Fahren, Wandern, Regenwälder, die Blue Mountains, Silvester in Sydney, Strand und Wellenreiten, Shoppen, Chillen… Um die ersten beiden Punkte abzuhaken, sind wir nach Rainbow Beach gefahren. Leider hat uns die Windrichtung einen Strich durchs Fliegen gemacht. Dafür haben wir einen unvergessliche Tour über das Weltnaturerbe Fraser Island gemacht. Diese ist die größte Sandinsel der Welt und für jeden, der die Ostküste Australiens besucht, ein Muss. Um darauf fahren zu können, braucht man allerdings ein allradgetriebens Vehikel. Um unsere Freiheit nicht aufgeben zu müssen, haben wir uns entschieden, nicht mit einer Tour sondern auf eigene Faust die Insel zu erkunden. Also haben wir unseren Wicked gegen einen Toyota Pickup eingetauscht und haben mit einer Fähre auf die Insel übergesetzt.
Auf Fraser gibt es zwei unterschiedliche Arten von “Straßen”. Die eine ist der ’75 Meilen’ Strand, den man auch als Highway der Insel bezeichnen kann (Durchschnittsgeschwindigkeit 80-90 kmh). Die andere Art sind die Inlandrouten, bei denen sich die Reisegeschwindigkeit drastisch verringert, jedoch der Fahrspaß deutlich erhöht. Ich hätte nicht gedacht, dass man sowas einem Auto zumuten kann. Wenn man an einer Stelle nicht mehr weiter kommt oder stecken beleibt, muss man den Rückwärtsgang einlegen und in aller Regel mit mehr Schwung durch die Passage.

meins...
Ich könnte über Fraser noch einige Blog-Einträge schreiben, versuche mich aber nun kurz zu halten. Also, nach der Überfahrt sind wir den 75 Mile Beach entlanggefahren. Dabei muss man sich immer im Klaren sein, wie es mit den Gezeiten ausschaut, da manche Flussmündungen und Nadelöhre bei Flut nicht passiert werden können. Man muss also seine Route vorher gut planen. Nachdem wir die Sehenswürdigkeiten, wie das Schiffswrack oder den Eli Creek, besucht hatten, haben wir am Abend direkt am Strand unser Zelt aufgebaut. Nach dem wir den Sonnenaufgang angeschaut und am Meer gefrühstückt hatten, ist unser Auto dann nicht mehr angesprungen. Da es noch sehr früh war und keine Autos unterwegs haben wir uns dann auf eine 3-stündige Wanderung begeben, an deren Ziel ein See liegt, in den eine große Düne mündet. Das schöne war, dass wir den ganz für uns alleine hatten. Zurück am Auto hat Helen dann des erste Auto angehalten und um Starthilfe gebeten.

Sonnenaufgang - unser Blick vom Zelt
Die hilfsbereiten Australier habe dann ihrem Ruf auch alle Ehre gemacht und keine 5 Minuten später waren wir wieder auf Achse. Am zweiten Tag haben wir uns dann ins Inland begeben. Das Highlight neben der Route die durch den einzigen auf Sand wachsenden Regenwald führt, sind die Seen. Wir haben am Lake Birrabeen angehalten und gebadet. Dieser See ist von weißem feinen Sand umgeben, das Wasser ist glasklar und es sind sehr wenige Menschen anzutreffen. Würde man das Paradies beschreiben, dann könnte man sich hier inspirieren lassen. Schlussendlich sind wir dann wohlbehalten an der Autovermietung angekommen und haben unserem Wicked wieder Leben eingehaucht.

Planschen im Lake Birrabeen
Mittlerweile war übrigens der 24.Dezember. Nachdem wir uns an einer Stranddusche kiloweise von Sand befreit hatten sind wir in einem exzellenten Restaurant Essen gegangen. Dabei haben wir einen wunderschönen Blick über das Meer und Fraser Island genossen. Ich muss generell sagen, dass die Kontraste auf unserer Reise sehr groß waren und dadurch viele Momente auch so eindrücklich. Nach einem wirklich sehr guten Essen, leider haben wir keine Kirche gefunden, hat uns dann in Rainbow Beach nichts mehr gehalten und wir sind wieder nach Süden gefahren. Somit haben wir Weihnachten im Auto verbracht. Dabei haben wir uns die Weihnachtsgeschichte erzählt, über Gott und die Welt diskutiert und bei Weihnachtsmusik leicht melancholisch über das Leben nachgedacht. Das war ein wirklich sehr anderes Weihnachten als sonst. Übernachtet haben wir dann irgendwo, weil wir vor Müdigkeit keinen Meter mehr weiter kamen.
Für den Australier ist eigentlich erst so richtig am Christmas Day Weihnachten. Der wird dann, zumindest an der Küste, mit einem Picknick am Meer mit BBQ, Surfbrett und Weihnachtsmütze begangen. Als wir am nächsten Morgen in Colongatta ankamen, waren schon jede Menge Surfer im Wasser.

Christmas Day
Wir haben bei einem ausgiebigen Frühstückspicknick dem Treiben zugeschaut und im Anschluss den zweiten Teil des Christmas Days in Byron Bay am Strand verbracht. Byron Bay ist der Surfer-Ort der Ostküste schlechthin.
Unser Versuch im Hinterland etwas zu fliegen ist leider nur mit einem kurzen Flug belohnt worden, da eine Wolke direkt über dem Flugberg alle Thermik zunichte gemacht hat. Ringsum war es gut. Dabei waren wir in Manilla, wo 2007 die Weltmeisterschaft im Paragliden ausgetragen wurde.
Auf dem Weg dort hin, wären wir beinahe liegen geblieben. Wir hatten die Dichte der 24h-Tankstellen unterhalb von Byron Bay etwas falsch eingeschätzt und unser Wicked konnte mit einer Tankfüllung gerade mal so 400 km fahren. Als dann schließlich die Warnlampe anging haben wir die Reisegeschwindigkeit auf 60 kmh gedrosselt und gehofft, dass es noch irgendwie zur nächsten Tanke langt. Auf dem letzten Tropfen sind wir dann in eine rettende Tankstelle eingerollt wo wir in unseren 45-Liter-Tank 45,1 Liter getankt haben.
Vor Sydney waren wir zuerst an der Nelson Bay und dann einen Tag in den Blue Mountains. Dabei handelt es sich um bewaldete Canyons. Um den Touristen zu entkommen, haben wir eine Wanderung gemacht. Und tatsächlich hat man die atemberaubende Szenerie fast für sich alleine, sobald man sich ein bisschen von den mit dem Auto erreichbaren Ausblicken entfernt.
Unser südlichstes Ziel war dann Sydney, wo wir ins neue Jahr rein gefeiert haben. In Australien kann man kein privates Feuerwerk kaufen, aber dafür hat jede größere Stadt ein professionelles Feuerwerk. Keine Frage, Sydney hat natürlich das schönste und größte. Zudem wird die Harbour Bridge mit ins Feuerwerk einbezogen. Um das ganze aber sehen zu können, muss man sich schon etwas anstrengen. Die besten Plätze zum Feuerwerkgucken sind, ähnlich wie das ‘Public Viewing’ beim Fußball abgesperrt und man muss durch eine Kontrolle, da BYO (Bring Your Own (Alcohol)) verboten ist.

New Years Eve - Stefan Philippe Helen und ich
Alleine unser Gebiet im Botanischen Garten mit Blick auf die Harbour Bridge und Oper war für 20,000 Menschen. Und alle standen in einer kilometerlangen Schlange an, um in das Gebiet reinzukommen. Wir waren unter den ersten 6000. Und wir hatten sogar eigenen Alkohol dabei. Aber das ist ‘ne andere Geschichte. Da wir dann schon um 15 Uhr in Park waren, haben wir uns die Zeit mit Chillen, Spielen und Picknick vertrieben. Ich muss noch dazu sagen, dass wir zwei meiner deutschen Kollegen aus der Uni getroffen haben und zusammen mit denen im Silvester gefeiert haben.
So sind wir also mit vielen anderen Menschen und einem Feuerwerk um 21 Uhr und einem um 0 Uhr ins neue Jahr gerutscht.
Nach zwei weiteren Tagen hieß es dann für uns wieder auf nach Norden. Auf dem Weg nach Brisbane haben wir noch zwei sehr schöne Nationalparks mit Regenwäldern mitgenommen. Unteranderem haben wir auch eine Nachtwanderung zu einer Höhle gemacht, in der ganz viele Glühwürmchen an der Decke hängen. War aber sehr gruselig, so ganz allein im Regenwald.
Nach dem wir den Wicked dann blutenden Herzens abgegeben hatten, blieben uns zwei nur noch drei Tage, in denen wir unter anderem nochmal Bodyboarden waren.
Sodele, jetzt mach ich dann aber mal Schluss, bevor auch der letzte beim Lesen einschläft.
WICKED
20 Dezember, 2008
Wir haben unseren Wicked Camper!!!!
Kilometerstand: 380,000
max. Geschwindigkeit: ungeheur
Gänge: 5
Specials: Kuhfänger (oder besser Kangaroo-Fänger)
Ab heute sind wir gute 2 Wochen an der Ostküste auf Tour.
Wir wünschen allen ein gesegnetes und fröhliches Weihnachten und einen guten Rutsch! Sollten wir je ein Internet-Café finden, gibt es von unterwegs weiterhin Neuigkeiten! Stay Tuned!

wicked
Liebe Grüße von Helen und Benni
Koala Sanctuary – von Helen
18 Dezember, 2008
Es ist erst mein 3. Tag hier und trotzdem haben wir schon eine Menge unternommen. Es ist einfach der pure Wahnsinn hier.
Aus dem Schnee in 30 Grad Hochsommer und dann die Natur hier – so viele Palmen,

Koala Cuddling
blühende Bäume in prächtigen Farben und eine Menge anderer schöner Pflanzen, die es bei uns höchstens in der Wilhelma zu sehen gibt…ich bin immer wieder am Staunen. Nur die Weihnachtsstimmung ist weg, trotz wunderschönem Tannenbaum (s.u.
) . Das passt für mich einfach nicht mit dem Wetter und der Kleidung zusammen.
Heute waren wir in der Koala Sanctuary. Eine schöne Anlage, in der viele Koalas, Kangaroos, Dingos, wilde Papgeien, Wombats und einiges anderes hausen. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, für ein Foto mal so einen kleinen Koala zu knuddeln.

Kangaroo
Sind echt zu süß, die Tierchen. 18 Stunden pro Tag schlafen, dann noch ausruhen, ein bisschen essen und 2% am Tag ein bisschen aktiv sein, so sieht der ideale Koala-Tag aus. Also haben wir sie auch meist schlafend in irgendeiner Astgabel sitzend gesehen.
Die Kangaroos waren sehr zutraulich und haben einem das Futter von der Hand geschlabbert und sich streicheln lassen.
Am Abend sind wir zur South Bank gefahren und haben dort lecker gegrillt. Fazit: Kangaroos sehen nicht nur süß aus, sondern schmecken auch ganz gut.
Es ist toll, dass es hier so viele öffentliche Grillstellen gibt, die man auf Knopfdruck aufheizen kann ohne das für mich lästiges Feuermachen.
Ich bin wohl doch noch nicht so ganz auf den 9 Stunden verschobenen Rhythmus eingestellt. Habe wohl als einzige in Brisbane an dem Abend gefroren, trotz 2 Pullis…Bin dann trotz Bibbern nach dem BBQ ins eigentlich badewannenwarme Wasser am Stadtstrand gesprungen. Hier hat man direkte Aussicht auf die Skyline am anderen Flussufer.
Liebe Grüße Helen

Stadtstrand bei Nacht

Weihnachtsstimmung bei 30°C
Jungle Camp
18 Dezember, 2008
Am Dienstag waren wir im süd-westlichen Teil von Brisbane unterwegs. Zuerst sind wir auf den Mt Coot-Tha hochgefahren und haben die schöne Aussicht über Brisbane genossen. Von dort aus sieht man bis aufs Meer und zu den vorgelagerten Sandinseln Moreton und Stradbroke Island.

Brisbane - Skyline
Vom Mt Coot-Tha sind wir dann runter gewandert und unterwegs einigen größeren und kleineren Spinnen begegnet. Rittergleich bin ich vorne weg gelaufen und habe versucht mit einem Stock den Weg von Spinnweben zu befreien, da

Farn
wir wohl die ersten und vielleicht auch einzigen Wanderer an diesem Tag auf diesem Pfad waren. Anschließend haben wir dann den vorgelagerten botanischen Garten mit seinen tropischen, sub-tropischen, etc. Wäldern angeschaut Ein sehr schöne Anlage.
Als Belohnung für die vielen gelaufenen Kilometer waren wir dann zum Abschluss in China-Town beim Vietnamesen in einem B.Y.O. (Bring Your Own (Alcohol)) Restaurant essen. Man kann da seine eigenen Getränke mitbringen, bekommt ein entsprechendes Glas gestellt und bestellt lediglich das Essen. Warum gibt es das eigentlich nicht bei uns?
Hab Sie wieder!!!
15 Dezember, 2008
Ich musste heute morgen um 5 Uhr aufstehen. Ist mir aber sehr leicht gefallen, da ich meinen Schatz vom Flughafen abholen konnte. Helen ist um 6:10 gelandet und wir kamen gerade rechzeitig am Flughafen, als sie gerade die Quarantäne passiert hatte. Hab sie dann auch gleich wieder erkannt.

Kurz nach ihrer Ankunft
Matt, ein frischgebackener Doktor aus meinem Institut hat mich zum Flughafen mitgenommen, da er gleichzeitig seine französische Liebschaft dort abgegeben hat. Sehr praktisch. Auf dem Heimweg habe ich dann meine Fähigkeit auf der falschen Seite fahren zu können unter Beweis gestellt.
Helen hat sich den Tag über tapfer wach gehalten. Wir sind mit der Fähre in der Stadt gefahren und haben uns an der South Bank mit Blick auf die City in den Schatten von ein paar Palmen gelegt. Ausgeruht ging es dann direkt in die Stadt und in danach in einen botanischen Garten. Jetzt sind wir wieder bei mir und der Jet-Lag und die 30°C Temperaturunterschied haben Helen eingeholt. Mal schaun, ob ich sie in einer Stunde zum Essen nochmal wach bekomme.
In den nächsten Tagen werden wir nun Brisbane und Umgebung unsicher machen. Ab Samstag geht es dann mit einem Camper Van zuerst in Richtung Norden und dann über Silvester in das südlich gelegene Sydney. Weitere Details werden folgen…
Grüße auch von Helen an Euch, ihr Leser!!!
1.Advent
3 Dezember, 2008

Sandkerze
Für eine echte Kerze wäre es wohl zu warm gewesen. Deswegen haben wir uns für eine Sandkerze zum ersten Advent entschieden. Anstatt Guzle gab es Cookies und anstatt Glühwein Limonade (Mountain Dew). Die war aber nach einem ganzen Tag am Strand beinahe auf Glühweintemperatur. Um von der City an einen richtigen Strand zu kommen muss man ca. 1,5h Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Kauf nehmen.
Wir haben uns am Sonntag für Surfer’s Paradiese entschieden. Das liegt an der Gold Coast und ist ziemlich stark besiedelt. So hat es direkt am Strand jede Menge Hochhäuser mit Hotels und Wohnungen.
Wir haben dort für 4 Stunden ein Surfbrett ausgeliehen und uns in den Wellen versucht. Hat auch ganz gut geklappt; also verglichen mit den Anfänger-Kursen die auch im Wasser waren. Als dann die Sonne hinter den Hochhäusern untergegangen ist, haben wir nach einer Runde Rugby ohne Regeln noch Australian Football gespielt. Das ist so ähnlich wie Rugby, nur ist ein Tackling, also eine Berührung des Gegners immer sofort eine Spielunterbrechung bedeutet. Ist eigentlich ganz gut, ich war gestern dann dennoch ganz froh, wieder Fußball spielen zu dürfen.

Surfer
Der Hinweg hat ca. 1,5 Stunden gedauert, der Rückweg mindestens dopplet so lange, da wir aus der Stadt nach Hause laufen mussten. Das hat sich dann als ein 1,5h langer Spaziergang erwiesen. Schlussendlich waren wir dann um Mitternacht im Bett.
Unterwegs haben wir ein Possum getroffen. Die hausen hier auf Bäumen und Dächern und vermehren sich anscheindend prächtig in menschlicher Umgebung. Dieses Exemplar war allerdings im Vergleich zu denen, die ich besher gesehen habe, überhaupt nicht kamerascheu.

Possum
The Valley
2 Dezember, 2008
Ein paar Jahre zuvor war der Stadtteil “The Valley” ein Drogenumschlagplatz, heute ist es sehr hip, dort feiern zu gehen. Wir waren dort letzten Freitag, nachdem wir zuvor noch auf einem Open Air Konzert mit einigen Australischen Bands waren. Nach ein paar Biers im Freien sind wir dann in einen Club im Valley und haben dort zu den Hits der 80er und 90er abgerockt. Die Klimanalage im Club war etwas überfordert, was zur Folge hatte, dass wir dann alle gut durchgeschwitzt morgens aus dem Club kamen. Da es hier sehr früh anfängt zu Dämmern
(4 Uhr) kommt man relativ leicht bei Tageslicht daheim an.

Chilli
29 November, 2008
Morgen ist erster Advent, stimmt das? Gestern hatte ich zum ersten mal sowas wie ein Hauch Weihnachtsgefühl. Ich stand in Shorts und T-Shirt vor dem Kühlregal im Supermarkt und war etwas unschlüssig, welchen Käse ich mir denn nun gönnen sollte (Käse ist hier super teuer). Da die Supermärkte generell sehr kühl und vor dem Kühlregal nochmal extra kalt sind, hab ich so allmählich angefangen zu frieren. Genau in diesem Augenblick kam ein Weihnachtslied von einer Brass-Band gespielt aus dem Lautsprecher…Beim ersten Schritt vor die Tür wars dann auch schon wieder weg.
Am Dienstag haben wir zum erstenmal auf einem richtigen Platz Fußball gespielt. Wir, das waren welche aus der Uni und meinem Haus haben gegen 8 Australier gespielt und natürlich, nach schwacher un unkoordinierter Anfangsphase, gewonnen. AWESOME!!!
Im Anschluss hat dann meine thailändische Mitbewohnerin für die, sich nicht im Urlaub befindlichen, Hausbewohner gekocht. Ebenfalls AWESOME! Wie dann die Idee zum Chilli Wettessen zustande kam, weiß ich nicht mehr genau, auf jeden Fall hat Sharif mit 3 Chillis, von denen er zwei 30 Sekunden lang gekaut hat, gewonnen; für 5 symbolische Dollar. Ich hab noch nie jemanden so schnell Eiswürfel Milch und Wasser in sich reinschütten sehen. bei mir war es lediglich eine Chilli-Spitze, hat aber gereicht.
Morgen gehts nach Surfers Paradise. Muss noch dringend Sonnencreme kaufen, da UV-Index 14 angesagt ist.
News: Thunderstorm Season
20 November, 2008
Der Südosten Queenslands wurde innerhalb von 5 Tagen vom dritten sehr schweren Unwetter heimgesucht. Letzten Sonntag soll der schwerste Gewittersturm seit 20 Jahren über Brisbane niedergegangen sein. Eine Tote, Überschwemmungen, 4000 zertörte und beschädigte Häuser, Hagel in Golfball-Größe, und Stromausfälle im ganzen Umland.
Letzteres habe ich eben selbst erlebt, aber zum Glück war der Strom nach 10 Minuten wieder da. Ich habe mir schon überlegt, wie ich nun den Abend verbringen soll, so ohne Strom. Bin dann auf “Buchlesen im Kerzenschein” gekommen. Nur fehlt mir die Kerze.
Am Himmel konnte man vorhin ein bizarres Wetterleuchtenspektakel beobachten. In einer großen Wolke haben permanten große und kleine Blitze gezüngelt, man hat aber keinen Donner gehört. Wir haben schon überlegt, ob da wohl gleich ein UFO aus der Wolke auftaucht. Es sah so unecht aus.
Von schweren Schäden habe ich allerdings nur aus den Nachrichten mitbekommen. Die Gegend in der ich wohne ist verschont geblieben. Ein paar Kilometer entfernt sieht es ganz anders aus. So wurde im Stadtteil “The Gap” eigens das Militär zum Aufräumen eingesetzt. Doch als die Aufräumarbeiten gerade am Laufen waren, ging der nächste Sturm übers Land und nun vor drei Stunden der Dritte.
Momentan regnet es wieder, wie eigentlich die ganze letzte Woche. Und ich dachte ich wäre in Australien….
…immerhin fällt das Thermometer nicht unter 20 Grad.

Wetterleuchten vom Fenster der Uni aus fotografiert



























