Letztes Wochenende

17 November, 2008

Am Wochenende war das Wetter einfach so gut, dass wir ein BBQ (Grillen) machen mussten. Hier gibt es überall kostenlose BBQ-Plätze, die entweder mit Strom, Gas oder Kohle betrieben werden können. Wir, in dem Fall meine Mitbewohner, Bernd und Leute die irgendwie unsere WG kennen (so ganz hab ich da noch nicht den Überblick), sind dazu in den Guyatt Park direkt am Brisbane River spaziert.

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass es hier gerade Frühling ist, aber es blüht hier im Wohngebiet gerade an jeder Ecke in einer enormen Farbenvielfalt und Intensität.

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rote Blüten

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Blume

Fleisch ist hier echt billig; besonders Lamm. Das hier ist aber Rind. Etwas befremdlich finde ich das Sprüh-Öl, das, wie wenn es Haarspray wäre, auf das Grillgut gesprüht wird. Zum Glück gibts noch keine Sprüh-Würste.

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Fleisch

Die Würstchen hier haben eine sehr komische Konsistenz. Sie sind in rohem Zustand wesentlich weicher, was wohl an der eher hackfleischartigen Füllung liegt. Schmeckt mir aber besser als die pürrierten deutschen Würste. Aber wie schon gesagt, das Fleisch ist so billig, da komme ich gar nicht in Verlegenheit ins Würstchenregal zu gucken.

BBQ Station

BBQ Station

Nach dem Essen haben wir dann noch Fußball gespielt. Beinahe wäre es zum Spiel Deutschland gegen den Rest der Welt gekommen, allerdings hätte Deutschland dann komplett Barfuß spielen müssen. So kam es zu einem spannenden Spiel in dem es unserer Mannschaft gelang, den sicher geglaubten Vorsprung leichtfertig zu verspielen. Zum Schluss war es dann ein einvernehmliches Unentschieden. Das Spiel hat aufgrund der Sonne und der Bullenhitze auch nur 2 mal 15 min gadauert.

Abends waren wir dann noch gepflegt einen heben. Hier muss man zwischen Pub, Club und “Möchtegern Club” unterscheiden. Wir waren in einem “Möchtegern Club”-Pub, was bedeutet, dass die ihre Gäste um 2 Uhr vor die Tür setzten. War aber trotzdem ein echt lustiger Abend!

Pub Regatta

Pub Regatta

meine Mitbewohner und ich

meine Mitbewohner und ich

deutsche Tanzkunst

deutsche Tanzkunst

Mongolian BBQ

13 November, 2008

Tanz um die "Pfanne"

Tanz um die "Pfanne"

Gestern war Thomas’ 25 Geburtstag. Dazu hat er morgens zu leckerer Pastete und Marmorkuchen ins Büro eingeladen. Dabei war zu beobachten, dass die, es sonst nicht allzu genau mit der Zeit nehmenden, Australier alle pünktlich um 10 Uhr da waren.  Ob das wohl daran lag, dass es was umsonst zu essen gab? Um ehrlich zu sein, waren von den ca. 15 Anwesenden allerdings nur 3-4 echte Australier.

Gemüse, Fleisch und Soße

Gemüse, Fleisch und Soße

Abends haben wir (Delphine, Bernd und ich) ihn (Thomas) zum “all you can eat – Sizzling Mongolian BBQ” eingeladen. Das ist Front Side Cooking mit Selbstbedienung. Man stellt sich an der Theke ein Schälchen zusammen mit dem Fleisch und Gemüse, das man will, übergießt dann das Ganze mit Soßen seiner Wahl und übergibt es dem Chef an der “Pfanne”. Der tanzt dann einmal mit dem Essen um die Kochstelle, befördert das Essen mit einem eleganten Karate-Schwung  wieder ins Schälchen und gibt es mit einem freundlichen Kopfnicken zurück.

Lecker, lecker!!!

all you can eat

all you can eat

Im Anschluss haben wir dann noch ein paar Tooheys New auf dem Balkon verdrückt und den Flughunden und Opossums zugeschaut.

Ich habe einen kleinen Gecko als neuen Untermieter. Werde ihm gleich mal den Ausgang zeigen. Hoffentlich wirft der arme Kerl nicht gleich seinen Schwanz ab.

Moreton Island

10 November, 2008

Nach einer Woche harter und schlussendlich erfolgreicher Wohnungssuche habe ich mir einen Ausflug auf Moreton Island verdient. Caroline, eine Doktorandin im Hypersonics Department, hat einen Camping Trip organisiert und ich konnte spontan noch mit. So sind wir zu zehnt, einer Kühlbox voller Bier und einer voller Steaks am Samstag morgen auf die Fähre gestiegen und auf die Brisbane vorgelagerte Insel gefahren.

Dabei handelt es sich um die drittgrößte Sandinsel der Welt. Die zweitgrößte liegt gleich neben an und die größte, Fraser Island, ist etwas weiter nördlich, aber auch vor der Ostküste Australiens.

Strand, Bernd und Hut

Strand, Bernd und Hut

Zuvor war ich mit Bernd noch einen Hut shoppen. Bernd ist aus meinem Semster und macht hier auch Diplomarbeit. Es ist schlussendlich auf einen Crocodile-Dundee-Hut hinausgelaufen, den ich in Deutschland höchstens zu Fasching anziehen würde. Hier hat er immerhin schon dazu getaugt eine Französin glauben zu machen, dass wir echte Australier sind. Wie mir ein Aussie auf Moreton Island beigebracht hat, sieht der Hut “sexy as Michael Jackson’s ass” aus.

Auf der Insel angekommen mussten wir unser Zeugs ein Paar Meter zum Campingplatz tragen. Da wir keinen 4WD hatten und alle etwas faul waren, haben wir lediglich geschnorchelt und gebadet. Ansonsten gabs BBQ und Sandwiches. Dass es abends geregnet hat, lass ich hier jetzt mal unter den Teppich fallen.

Hi Guys!

10 November, 2008

Bisher hatte ich noch keine lange Hose an und keinen Sonnenbrand.

Nach zwei langen Flügen, von denen ich vor lauter Müdigkeit nur die Mahlzeiten mitbekommen habe, bin ich in Brisbane aufgeschlagen. Die Landung war sanft und das Wetter bombig. 28 Grad und Sonnenschein. Fabs hat mich freundlicher Weise vom Flughafen abgeholt und zur Juhe gefahren. Fabs ist Doktorand an der University of Queensland (UQ) an der auch ich nun meine Diplomarbeit schreiben werde. Ihn habe ich letztes Jahr in Sydney kennengelernt.

Brisbane aus der Luft

Brisbane aus der Luft

Da von Jet-Lag keine Spur war, ich hatte ja die ganze Zeit geschlafen, hat mich Fabs dann abends auf eine Party mitgenommen. Auch wenn er einen deutschen Pass hat und sehr gut Deutsch spricht, würde ich sagen, dass er Australier ist. Er kann immerhin Cricket spielen (das ist nicht das Spiel mit bei dem man einen Ball durch kleine Törchen mit einem Holzschläger schubst). Die Party war cool. Habe mein Bier-Defizit der letzten Monate nachgeholt.

Zu Beginn habe ich in einem 3er-Zimmer (Juhe) übernachtet. Das habe ich aber nur zum Schlafen aufgesucht, da ich Dank zwei Paar Backpacker-Schuhen nur durch den Mund atmen konnte. Habe mich dann mit einer ordentlichen Ladung Deo auf dem Kopfkissen in den Schlaf geweint.

Mittlerweile habe ich ein Zimmer in St Lucia. Das ist der Stadtteil direkt am Campus. Meine Mitbewohner spiegeln den generell hohen Ausländeranteil unter den Studenten wider. Es sind Malaysia, China, Japan, Dubai, Frankreich, Deutschland und Australien vertreten.

Der Campus ist der Hammer! Werde morgen mal ein paar Bilder machen. Ich habe immer noch das Gefühl, dass ich über eine Ferienanlage laufe und nicht über ein Uni-Gelände. Könnte aber auch an den Shorts und den Flip-Flops liegen.

Helen fehlt mir sehr. Immerhin sind es jetzt nur noch 35 Tage bis wir unseren Trip an der East-Coast entlang unternehmen. Habe mal die ersten Flying Sites ausgeguckt. Wird bestimmt genial!

Bis Bald, Euer Benni!

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